Mallorca war eine Quelle der Inspiration für viele Künstler, deren Namen in die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts eingegangen sind. Joaquín Soroya, Santiago Rusiñol, Anglada Camarasa, Joaquín Mir, Joan Miró und viele andere waren von der Landschaft und der Natur dieser Insel, vor allem aber von dem ihr eigenen Licht verzaubert.
Caixa Forum "Gran Hotel" Can Balaguer Can Gelabert Casal de Cultura Can Solleric Kapelle "Misericòrdia" Kultur Zentrum Andratx Kunst Zentrum "s' Estació" Espai Ramon Llull - Casa de Cultura Fundació Barceló "Sa Nostra" Stiftung Yannik i Ben Jakober Stiftung
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Dieser Umstand hat dazu beigetragen, dass Mallorca heute mit einem riesigen Angebot an Kulturzentren und Kunstgalerien aufwarten kann, in denen das ganze Jahr über eine rege Ausstellungstätigkeit gepflegt wird, innerhalb derer die Sammlungen der Museen und der großen Kunstmäzene und die jungen Nachwuchshoffnungen der Gegenwartskunst gleichermaßen ihren Platz haben.
Ein Großteil der Kulturschauplätze, die auch das ganze Jahr hindurch Ausstellungsprogramm bieten, befindet sich in Palma de Mallorca. Viele stellen in Gebäuden aus, die an sich schon Kunstwerke sind. Ein Beispiel dafür ist das Casal Solleric, ein elegantes Palais aus dem 18. Jahrhundert, in dem traditionelle mallorquinische Architektur und Dekorationselemente des europäischen Barock miteinander verschmelzen. Die Stadt erwarb das Gebäude im Jahr 1975 und verwandelte es in ein Ausstellungszentrum, das seither diese Funktion erfüllt. Im Erdgeschoß befinden sich zwei Ausstellungsräume, eine Bar und der Museumsshop, der erste Stock wird für große Ausstellungen geöffnet. Besonders hervorzuheben ist der Innenhof des Gebäudes, den der Erzherzog Ludwig Salvator als “einen der schönsten von ganz Palma” beschrieb. Vom Hof aus kann man die reizende Lonja des Italieners Antonio Soldati mit ihren fünf Bögen und dem Geländer aus Schmiedeeisen bestaunen. In den Ausstellungsräumen werden in Wechselausstellungen Gemälde, Skulpturen, Grafiken, Fotografien und moderne Videokunst präsentiert.
Ein weiteres einzigartiges Gebäude, das als eines der besten Beispiele für den Modernismo in Palma gilt, beherbergt das Fundació La Caixa. Es zahlt sich aus, vor der Fassade des Gebäudes innezuhalten und die Details zu bestaunen. Das Gebäude wurde von Lluis Doménech i Montaner zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Gran Hotel errichtet, das die Hotellerie auf Mallorca begründete. Im Inneren des Gebäudes finden Besucher eine Dauerausstellung des katalanischen Malers Anglada Camarasa, der seine zweite Lebenshälfte auf Mallorca verbrachte. Die übrigen Säle beherbergen Wechselausstellungen und zeigen immer wieder große Sammlungen.
Weiters bieten das Centre de Cultura Sa Nostra mit Sitz in Palma und Dependencen in verschiedenen Orten der Insel, das Centre Cultural Contemporani Pelaires, mit Sitz im ehemaligen Trinitarierkloster und das Centre Cultural la Misericòrdia in einem großartigen Gebäude, das bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts als Heim diente, interessante Ausstellungen von Werken international anerkannter Künstler und Künstlerinnen. Auch die zwischen 1771 und 1801 erbaute ehemalige Kaserne Ses Voltes dient heute der Kunst. In Wechselausstellungen werden hier historische Werke, Fotografien und Gegenwartskunst ausgestellt.
Zusätzlich zu den erwähnten Kulturzentren gibt es eine Vielzahl von Kunstgalerien, von denen ein Großteil im Stadtzentrum angesiedelt ist. Viele arbeiten eng miteinander zusammen und jedes Jahr im September organisieren sie gemeinsam die „Nit de l’Art“, eine Nacht der offenen Türen, in der Galeristen und Künstler die neue Kunstsaison eröffnen. Seit einigen Jahren beteiligt sich sa Pobla im Nordosten Mallorcas an dieser Initiative und feiert seine „Nacht der Kunst“ im Oktober. Sehr empfehlenswert ist auch der Kunstmarkt, der jeden Sonntag in Valldemossa stattfindet, auf dem die Künstler selbst ihre Werke präsentieren und zum Verkauf anbieten.
Weitere Kunststätten Mallorcas sind das Centro Cultural Andratx, eines der besten privaten Kunstzentren Europas, das sich ganz der Gegenwartskunst verschrieben hat, und der Fons Documental Miquel Barceló in Artà mit einer umfassenden Werkschau des mallorquinischen Künstlers. Außerdem gibt es in den meisten Dörfern und Städten Mallorcas örtliche Kunstzentren, die interessante Ausstellungen bieten: Can Creu d’Inca in Capdepera, Can Jaume Antoni in Santanyí, Casal de Cas Metge Cifre, in Inca, oder die Torre de ses Puntes in Manacor.
Die größte Zahl an Kunstgalerien befindet sich naturgemäß an jenen Orten, an denen sich traditionell die meisten auswärtigen Künstler angesiedelt haben. Zu diesen Orten gehören Andratx, Sóller, Felanitx, Santanyí, Alcudia und Pollença, wo es fast ein Dutzend Kunstgalerien gibt. Und das natürlich nicht zufällig, denn hier gründete Anglada Camaras 1916 die “Schule von Pollença“ (Escuela pollensina), die Mallorca in den bedeutendsten Kunstzirkeln Europas bekannt machte, und viele Künstler in die wunderschöne Gegend im Norden der Insel brachte.
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